Ich fuhr auf einer Straße…

…und alles war einfach Perfekt!

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(Bild: Ben Fredericson)

Ich fühlte mich wohl und hatte nicht das Bedürfnis auf irgendeine andere Straße zu fahren. Die Straße war einfach genau das was ich brauchte. Sie gab mir Sicherheit, da sie so einfach zu fahren war. Mal kurvig, mal gerade, mal fuhr ich sie schnell, aber auch mal langsam, damit ich alles beobachten konnte. Sie war abwechslungsreich, nicht langweilig…das was ich suchte!

Dann aber wurden die Straßenverhältnisse anders…die Straße wurde brüchig und hubbelig. Das Fahren auf ihr war nicht mehr einfach! Das leichte und schöne Gefühl ging einfach verloren. Ich bekam zu viele Bedenken… hatte Angst!

Und dann sah ich es…das Ende der Straße! Es ging nicht mehr weiter!

Zuerst hoffte ich auf eine Illusion, doch umso näher ich dem Ende kam, desto bewusster wurde mir, das ich mich nicht getäuscht hatte. Ich wollte zurück, doch ich konnte einfach nicht wenden!

Nun stand ich da, am Ende der Straße!

Wusste nicht wohin, wusste nicht was ich tun sollte…

Ich hatte zwei Möglichkeiten. Nach Links zu fahren, auf die Straße die ich zu kennen glaubte. Die in mir eine Ruhe vermittelte. Die einfach leicht zu fahren war, eine Straße die mich glücklich machen würde. Oder ich fuhr nach rechts…auf die Straße die so schwer einsehbar war. Die den Anschein hatte, mich nur wieder an dieses Ende hier zu führen. Doch dieses geheimnisvolle war auch anziehend. Sie hatte irgendwas von dieser perfekten Straße, die ich bis eben noch so genossen hatte. Doch würde mich das glücklich machen? Eine Straße die zwar perfekt ist, mich aber nicht weiterbringt? Mich immer wieder zu einer Stelle zurück führt?

Ich schloss die Augen…atmete tief!

Ich horchte in mich hinein und entschied mich.

Die Hand ging zum Blinker und mein Finger tippte den Schalter nach unten!

Ich hatte Entschieden…ich fuhr nach Links.

….

Ich guckte zurück und sah diese ungewisse und doch wundervolle Straße. Ich merkte wie viel Anziehung diese auf mich hatte…

Doch ich fühlte mich wohl! Ich war nun auf einer Straße die mich glücklich machen würde. Vielleicht hätte es aber die andere auch…Noch einige Fragen habe ich mir gestellt… Doch ich wusste, dass ich mich richtig entschieden hatte. Nicht weil die Linke Straße einfach schöner aussah und einfacher zu fahren war, nein die Linke Straße war einfach das Beste und Richtige für mich.

Nun fahr ich auf dieser Straße und denke noch oft an meine geliebte Straße, auf der ich anfangs fuhr…ich schaue mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurück.

Leider haben auch die Straßen in unserem Leben oft ein Ende. Oft sehen wir es kommen, manchmal wollen wir es nicht wahrhaben…und dann ist es soweit und wir müssen uns entscheiden.

Wie ich es tun musste!

Du wirst es vielleicht lesen…vielleicht wirst auch du es dann verstehen…Ich habe mich einfach entschieden. Für mich die richtige Entscheidung getroffen.

Und irgendwann steht ein anderer an dem Ende der schönen Straße und fährt für dich nach rechts…

…zu dir! Mit dir!

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10 Antworten : Ich fuhr auf einer Straße…”

  1. Sehr ungewöhnliche Töne hier…

  2. tobikult sagt:

    Ich habe es schon immer geahnt! Jeden Post von Dir lese 3x, um Wortsinn, Vers- und Reimmaß sowie Deinen Appell an die Gesellschaft zu ergründen. Der Deutsch-LK war nen Scheiß gegen Deinen Blog!

  3. Joppy sagt:

    Sehr schöner Text. Vor allem erkenne ich mich darin wieder, wie ich vor nicht allzulanger Zeit an dieser Abzweigung stand… und zum Glück bin ich richtig abgebogen. Hat mir großes Lebensglück und eine erfrischende Liebe eingebracht. :)

  4. Ja, ich weiß warum ich nicht gern Auto fahre. Oder Fahrrad. Oder was auch immer. Viel Erfolg auf deiner Straße.

  5. Damian sagt:

    Das kam jetzt in der Tat sehr überraschend. Aber nett. Überaus nett.

  6. Spanksen sagt:

    Du glaubst gar nicht wie oft ich schon am Ende der Straße vor dieser Entscheidung stand…

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